Sonderpädagogisches Förderzentrum Bad Aibling an einem Standort vereint
Das neue Schulgebäude des „Sonderpädagogischen Förderzentrums“ (SFZ) Bad Aibling ist fertig und bildet einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der 1950 als „Sonderschule für Lernbehinderte“ gegründeten Schule. Zunächst erfolgte der Unterricht in der BRK-Villa in der Kolbermoorer Straße in Bad Aibling und später auch in den Räumen der Berufsschule. 1974 zog die in „Rupert-Egenberger-Schule“ umbenannte und zum „Sonderpädagogischen Förderzentrum“ weiterentwickelte Schule in das Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule in der Kellerstraße. 1998 wurde sie mit einem Anbau an die damalige Kfz-Zulassungsstelle in der Krankenhaustraße erweitert. Das Haupthaus an der Kellerstraße ist inzwischen stark sanierungsbedürftig. Der Landkreis Rosenheim als Kostenträger hat daher 2023 einen weiteren Neubau auf dem Areal an der Krankenhausstraße beschlossen, der im März 2024 mit dem Spatenstich startete. Jetzt ist das neue Schulhaus fertig und wird bereits seit Mai 2026 übergangsweise von der Grundschulstufe, während der Sanierung der ehemaligen Zulassungsstelle, genutzt. Im SFZ werden derzeit insgesamt rund 230 Schülerinnen und Schüler von 50 Lehrkräften unterrichtet. Mit Beginn des Schuljahres 2026/27 ziehen nach und nach die Mittelschulklassen aus der Kellerstraße in das neue Gebäude, ins „Haus der Großen“. Der offizielle Umzug ist für Januar 2027 geplant. Das neue Schulhaus zeichnet sich durch großzügige und helle Räume aus. Holzelemente schaffen zusätzlich eine angenehme Atmosphäre. Die weitläufige Aula einschließlich des Treppenbereichs mit Sitzstufen für Vollversammlungen und Aufführungen prägt den Eingangsbereich. Die Klassenzimmerbereiche sind durch kreativ-originelle Beschriftungen und Symbole gekennzeichnet, die von einem „Signaletik“-Studiengang der Hochschule Anhalt geschaffen wurden. Sie symbolisieren – wie bei einer Bergwanderung – räumlich aufsteigend die Geschosse mit Begriffen wie „Am Fluss“, „Im Mangfalltal“, „Auf der Alm“ und „Im Gebirge“. Jedes Klassenzimmer verfügt über einen Gruppenraum. „Die Ganztagsbereiche sind in Anlehnung an das „Münchener Lernhaus-Konzept“ gestaltet“ erläutert die Schulleiterin beim „Exlusiv-Rundgang“ für das OVB. Auch die breiten, überdachten Balkone können am Nachmittag zum Lernen und Spielen genutzt werden. Im Untergeschoss sind moderne Fachräume für Textiles Gestalten, Werken und Kunst entstanden. Die Grundschulstufe und die Mittelschulstufe erhalten künftig jeweils eine eigene Mensa. Mit dem Abschluss des Neubauprojekts werden die beiden bisher getrennten Schulgebäude zu einem Standort zusammengeführt – und dieser bekam einen neuen Namen: „Schule im Mangfalltal“. Als Gründe nennt die Rektorin die Übereinstimmung der pädagogischen Ausrichtung mit der Architektur des neuen Schulkomplexes. „Als zertifizierte Kneipp-Schule sind in unserem neuen pädagogischen Leitbild die Natur, Gesundheit und das Wasser die zentralen Säulen unserer täglichen Arbeit. Der naturbezogene Name „Schule im Mangfalltal“ spiegelt dieses pädagogische Profil in perfekter Weise wider“. Außerdem seien das Kollegium und die Schülerschaft im neuen Schulkomplex nunmehr räumlich und personell eng verbunden. „Ein neuer, gemeinsamer Name legt die alte Trennung auch mental ab und fungiert als starkes Bindeglied für das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Beteiligten“ betont sie. Zudem decke der Schulsprengel der Schule das gesamte Mangfalltal ab. „Mit der Namensgebung „Schule im Mangfalltal“ gliedern wir uns nahtlos in die Namenskonventionen der anderen Förderzentren im Landkreis ein, die ebenfalls regionale Bezüge in ihren Namen tragen (z. B. „Inntalschule“ SFZ Brannenburg). „Dies stärkt das einheitliche und professionelle Auftreten unseres Landkreises als Bildungsregion“ unterstreicht sie und fügt hinzu: „Die Umbenennung ist ein wegweisender Schritt, um den neuen Schulkomplex als modernen, naturverbundenen und geeinten Bildungsort in unserer Region zu etablieren.“ Für die Zusammenführung zu einem einzigen Standort hatte sich die Schulleiterin stark eingesetzt. „Meine Vision ist in großartiger Weise in Erfüllung gegangen – ein modernes Sonderpädagogisches Förderzentrum ist entstanden, das für unsere Kinder nicht nur zum Lern- sondern auch zum Lebensraum geworden ist! Außerdem ist die lang ersehnte Zusammenführung der zwei Standorte in einen Schulkomplex in Erfüllung gegangen. Das Ergebnis ist wunderbar geworden! Ich danke allen entscheidenden Instanzen von ganzem Herzen“.





